Wirklich schade das Spiele wie Flashback nicht mehr produziert werden. In der, für damalige Verhältnisse, aufwendigen Geschichte erfindet der Hauptcharakter Conrad ein Gerät zum messen der Molekulardichte von Lebewesen. Entsetzt stellt er fest das sich Lebewesen unter die Bevölkerung gemischt haben, dessen Molekulardichte höher ist, als das bei Humanoiden der Fall ist. Er entschließt sich dazu sein Gedächtnis aus Sicherheitsgründen auf einem Holocube zu speichern, nachdem seine Freundin entführt wurde. Seine Sicherheitsmaßnahmen erweisen sich als nützlich als er kurz darauf entführt, und sein Gedächtnis gelöscht wird. Nachdem ihm die Flucht aus den Händen seiner Entführer nur knapp gelungen ist findet er sich in einem Dschungel wieder. Das ihm am meisten in dieser Lage im Wege stehende Problem ist der Verlust seines Gedächtnisses. Die Notiz auf seinem Holocube verrät ihm, das er sich nach New Washington zu seinem Freund Ian begeben soll. Und schon sind wir mitten in einem der besten Abenteuer.
Das Genre kann man wohl als eine Mischung aus Adventure, Strategie und Shooter bezeichnen. Alles was Conrad bei sich trägt ist seine Waffe, und einen Chip der seine Lebensenergie darstellt und insgesamt vier Einheiten tragen kann. Während die Waffe über eine unbegrenzte Anzahl an Munition verfügt, muss der Energie-Chip an speziellen Generatoren wieder aufgeladen werden. Eine weitere Gefahr für Conrad zu sterben, ist das Fallen aus zu großer Höhe, oder das Laufen in einen Partikelstrahler was beides zum sofortigen Tod führt. Das Geld, welches in Form von Credits von Conrad gefunden wird, benötigt man ausschließlich um Dinge zu kaufen die den Spielverlauf vorantreiben. Das Gesamte Spiel arbeitet nach dem Einzelbild-Prinzip. Das bedeutet das ihr immer eine feste Kamera habt, die den gesamten Abschnitt zeigt. Erreicht ihr den Bildschirmrand, wird das nächste Bild, mit einer sehr kurzen Schwarzpause, geladen. Unnütze Gegenstände gibt es bei Flashback nicht zu finden. Selbst die zum Teil herumliegenden Steine lassen sich benutzen um Lichtschranken zu täuschen, oder Gegner auf die falsche Fährte zu führen.
Insgesamt besteht das Spiel aus 5 Leveln, wobei das letzte Level zwei Episoden besitzt. Die Grafik ist für die damaligen Verhältnisse, und die doch recht eingeschränkten Möglichkeiten des Mega Drives, bzw. der anderen Konsolen, bahnbrechend gewesen. Das Spiel selbst verzichtet weitgehend auf Musik, und setzt dafür eine atemberaubende Atmosphäre, und eine komplexe Story in den Vordergrund. Die Möglichkeit des Speicherns ist zwar nicht vorhanden, jedoch erhält man für jedes Level, auf jedem Schwierigkeitsgrad ein separates Passwort. Die Zwischensequenzen sind unglaublich gut gestaltet und lassen das ganze Spiel beinahe wie einen aufwendigen Zukunfts-Krimi wirken.
Flashback gehört zu den ganz großen Adventures auf dem Mega Drive, und sollte von keinem abenteuerlustigen Konsolen-Junkie gemisst werden.

- Entwickler: Delphine Software International
- Release: 1992
- System: Mega Drive / Genesis
- Spieler: Singleplayer
- Altersfreigabe: Ab 16
- Original-Titel: Flashback – The Quest for Identity